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Auf Krawall gebürstet...

...oder warum man Menschen wie mich nicht mag.

(StS/NYC) Tja, selber schuld. Ich hätte mir ja auch einen anderen Job zulegen können. Als Rechercheur im Nahen Osten, wo ich längere Zeit ausschliesslich die "heissen" Hintergrundrecherchen für Kollegen gemacht habe, erlebt man so einiges. Als das Angebot kam, im Bereich Investigatives nach New York zu gehen, hoffte ich auf berechenbarere Umstände. Aber ein Mensch bleibt wohl immer ein Mensch, egal wo er lebt und wie gerade die Umstände sind. Ich bekam gleich bei meiner ersten Recherche zu einem Deutschland betreffenden Thema die folgende, 'liebevolle' Email als Antwort auf eine völlig harmlose Interviewanfrage: "Menschen wie Ihnen ist nicht zu trauen. Ich verabscheue das was Sie Journalismus nennen. Ihre Nase in fremde Menschen reinzuhängen, das ist schon gegen den Datenschutz - wenn nicht Schlimmeres". Nun wollte ich meine Nase ganz gewiss nicht in den besagten Herrn hängen. So intim zieht es mich dann doch nicht zu älteren Männern mit fragwürdigen Geschäftsmodellen hin. Sehr wohl wollte ich aber mehr über sein undurchsichtiges Treiben herausfinden. Klar, dass sich solche sinistren Zeitgenossen nicht freuen, wenn ein Investigativer sie mal etwas beleuchtet. Aber so grottenfalsch zu reagieren wie dieser Kandidat, das ist auch eine Kunst. Denn jetzt ist mein journalistischer Jagdinstinkt erst recht auf Maximum. Also kleiner Tipp an alle Schurken: eignet Euch wenigstens zivilisierte Umgangsformen an, und sei es zu Eurem Selbstschutz vor Wahrheitssuchern wie mir :-)

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